ADHS

Bei der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung ADHS unterscheidet man nach der nächsten Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation ICD-11 nun 3 verschiedene Typen: den vorwiegend unkonzentrierten Typ, den vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Typ und den kombinierten Typ. Die Störung beginnt im Kindesalter und kann noch ganz weit bis in das Erwachsenenalter hineinreichen und entsprechend häufig Probleme bereiten. Den vorwiegend unkonzentrierten Typ findet man häufig bei Frauen. Es kostet diesen Frauen in der Schulzeit und im Ausbildungs- und Arbeitsleben unheimlich viel Kraft, Konzentration länger zu halten. Entsprechend erschöpft und erledigt sind sie dann für den Rest des Tages. Den vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Typ findet man häufig bei Männern. Schon in der Schule und in der Ausbildung sind sie recht hippelig, also motorisch unruhig, können nicht lang sitzen und ecken dann vielerorts an. Und der kombinierte Typ ist eine Mischung aus beiden Typen. Manche Menschen zeigen aber nicht das Vollbild von ADHS, sondern nur gewisse Züge davon. In diesem Fall ist es keine Störung, sondern eine Besonderheit mit Vorteilen und Nachteilen. Vorteile sind u.a. Spontanität, Begeisterungsfähigkeit, Sensibilität und Kreativität. Nachteile sind u.a. Schwierigkeiten in Schule/Ausbildung/Arbeit und im sozialen Miteinander. Bei nur leichter Ausprägung können die Vorteile sogar überwiegen. Bei Vollausprägung von ADHS aber bleiben die Menschen in der Schulzeit und dann der Ausbildungszeit und im Arbeitsleben deutlich unter ihren eigentlichen Möglichkeiten, was dann sehr frustrierend ist für sie.

Dr. Tutert kann bei erwachsenen Menschen in einer umfangreichen Untersuchung und Testung feststellen, ob Sie das Vollbild einer solchen Störung haben und Sie dann entsprechend therapeutisch und medikamentös behandeln. Das eigentlich Wichtige ist das Therapeutische. Das Medikamentöse ist aber oft eine gute Unterstützung. In der Therapie lernt man u.a., sich selbst besser zu verstehen, eine häufig begleitende Aufschieberitis (Prokrastination) unter Kontrolle zu bekommen, sich den Tag mit Tagesstrukturplänen besser zu strukturieren, sich selbst mehr Struktur zu geben, auf sich selbst mehr zu achten, seine Gefühle besser zu regulieren, Anspannung besser unter Kontrolle zu bekommen und seine sozialen Fertigkeiten zu verbessern. Ziel ist es, therapeutisch so weit zu kommen, dass man irgendwann keine stark-wirksamen ADHS-Medikamente wie Methylphenidat oder Lisdesamfetamin mehr braucht und mit sich und seiner Besonderheit in seinem Leben gut zurechtkommt.

Sollten Sie kassenversichert sein, kann Ihnen Dr. Tutert auf Selbstzahlerbasis anbieten, eine komplette Diagnostik (inklusive Abschlussbericht) durchzuführen. Dafür benötigt Dr. Tutert etwa 3-4 Stunden. Im Falle des Vorliegens von ADHS kann Dr. Tutert Ihnen auf Selbstzahlerbasis dann auch eine weitere therapeutische und medikamentöse Behandlung anbieten.

photo og calm body of water
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